Erhöh­te Reno­vie­rungs­auf­wen­dun­gen ab 2009

Nach Ansicht des Finanz­ge­richts Müns­ter bestehen kei­ne ernst­haf­ten Zwei­fel dar­an, dass der auf 1.200 € her­auf­ge­setz­te Ermä­ßi­gungs­höchst­be­trag für die Inan­spruch­nah­me von Hand­wer­k­erleis­tun­gen erst ab dem Jahr 2009 gilt. In dem vom Finanz­ge­richt Müns­ter ent­schie­de­nen Ver­fah­ren über die Aus­set­zung der Voll­zie­hung eines Ein­kom­men­steu­er­be­schei­des hat­te ein Ehe­paar im Jahr 2008 von Hand­wer­kern Reno­vie­rungs­ar­bei­ten durchführen

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Ver­pach­tung einer Kfz-Werkstatt

Für die Aner­ken­nung der gewerb­li­chen Ver­pach­tung reicht es aus, dass die wesent­li­chen, dem Betrieb das Geprä­ge geben­den Betriebs­ge­gen­stän­de ver­pach­tet wer­den. Hier­zu zählt bei einem Hand­werks­be­trieb nicht das jeder­zeit wie­der­be­schaff­ba­re Werk­statt­in­ven­tar. Kei­ne Betriebs­auf­ga­be bei Ver­pach­tung des Gewer­be­be­trie­bes Stellt ein Unter­neh­mer sei­ne wer­ben­de gewerb­li­che Tätig­keit ein, so liegt dar­in nicht not­wen­di­ger­wei­se eine

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Bestat­ter­meis­ter

Das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Wirt­schaft und Tech­no­lo­gie hat nun auch für das Bestat­tungs­ge­wer­be eine Meis­ter­prü­fungs­ver­ord­nung erlas­sen. Mit der Hand­werks­no­vel­le 2003 wur­de das Bestat­tungs­ge­wer­be als hand­werks­ähn­li­ches Gewer­be in der Anla­ge B zur Hand­werks­ord­nung aus­ge­wie­sen. Das bedeu­tet, dass die Meis­ter­prü­fung kei­ne zwin­gen­de Vor­aus­set­zung für die selb­stän­di­ge Aus­übung des Gewer­bes ist. Eine frei­wil­li­ge Meis­ter­prü­fung ist

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Kauf­ver­trag oder Werkvertrag?

Kauf­recht ist auf sämt­li­che Ver­trä­ge mit einer Ver­pflich­tung zur Lie­fe­rung her­zu­stel­len­der oder zu erzeu­gen­der beweg­li­cher Sachen anzu­wen­den, also auch auf Ver­trä­ge zwi­schen Unter­neh­mern. Ver­trä­ge, die allein die Lie­fe­rung von her­zu­stel­len­den beweg­li­chen Bau- oder Anla­gen­tei­len zum Gegen­stand haben, sind nach Maß­ga­be des § 651 BGB nach Kauf­recht zu beur­tei­len. Die Zweckbestimmung

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Gewähr­leis­tungs­bürg­schaft per AGB

Eine Klau­sel in All­ge­mei­nen Geschäfts­be­din­gun­gen des Werk­be­stel­lers, die vor­sieht, dass der Werk­un­ter­neh­mer einen Sicher­heits­ein­be­halt von 5% der Schluss­ab­rech­nungs­sum­me nur gegen Stel­lung einer Bürg­schaft ablö­sen kann, die den Ver­zicht auf sämt­li­che Ein­re­den des § 768 BGB ent­hält, be-nach­­­tei­­ligt den Werk­un­ter­neh­mer unan­ge­mes­sen und ist nach § 9 Abs. 1 AGBG (jetzt § 307 Abs.

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Her­stel­ler­vor­schrif­ten für die Wartung

Eine Fach­fir­ma macht sich scha­dens­er­satz­pflich­tig, wenn sie bei der Grund­über­ho­lung eines Motors den über die aner­kann­ten Regeln der Tech­nik hin­aus­ge­hen­den Sicher­heits­an­for­de­run­gen in den War­tungs­vor­schrif­ten des Her­stel­lers nicht ent­spricht. In einem jetzt vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall war die Beklag­te, eine Fach­fir­ma auf dem Gebiet “Tech­no­lo­gie und Ser­vice für Moto­ren und Antriebe”

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Meis­ter-BAFöG

Seit die­sem Monat ist das Auf­stiegs­fort­bil­dungs­för­de­rungs­ge­setz, die Neu­re­ge­lung zum Meis­­ter-BaföG, in Kraft. Nach neu­em Recht haben jetzt alle Antrags­stel­ler einen Anspruch auf die För­de­rung einer Auf­stiegs­fort­bil­dung. Damit kön­nen erst­mals auch die­je­ni­gen, die bereits eine selbst­fi­nan­zier­te Fort­bil­dung absol­viert haben, für min­des­tens eine wei­te­re Maß­nah­me unter­stützt wer­den. Wer sei­ne Fort­bil­dung besteht, erhält 47,87%

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Kurz­ar­beit im Bau­ge­wer­be und das Schlechtwettergeld

§ 4 Nr. 6.1 Satz 2 des Bun­des­rah­men­ta­rif­ver­trags für das Bau­ge­wer­be ver­pflich­tet den Arbeit­ge­ber zur Zah­lung des Sai­­son-Kur­z­ar­­bei­­ter­­gelds in der gesetz­li­chen Höhe unab­hän­gig davon, ob die per­sön­li­chen Bewil­li­gungs­vor­aus­set­zun­gen für das Kurz­ar­bei­ter­geld gemäß §§ 169, 172 SGB III erfüllt sind. Bei einer gegen­über dem Arbeit­neh­mer recht­mä­ßig und wirk­sam ange­ord­ne­ten Kurz­ar­beit ent­fällt die Arbeitspflicht

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Siche­rung von Bauforderungen

Der Bun­des­rat wen­det sich gegen von der Bun­des­re­gie­rung vor­ge­leg­ten Ent­wurf eines Geset­zes zur Ände­rung des Geset­zes über die Siche­rung der Bau­for­de­run­gen und lehnt die geplan­te Auf­he­bung der Zweck­bin­dung für gezahl­tes Bau­geld an das kon­kre­te Bau­werk ab. Nach dem Gesetz­ent­wurf der Bun­des­re­gie­rung sol­len Bau­trä­ger künf­tig nicht mehr ver­pflich­tet sein, mit dem Baugeld,

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Län­ge­re Türen statt höhe­rem Estrich

Lässt der Bestel­ler nur die nach­tei­li­gen Aus­wir­kun­gen eines Bau­man­gels auf die Gebrauchs­taug­lich­keit des Gebäu­des, an dem die Bau­leis­tun­gen erbracht wer­den, durch bau­li­che Maß­nah­men besei­ti­gen (im vom BGHG ent­schie­de­nen Fall der Ein­bau län­ge­rer Türen bei einem mit zu gerin­ger Höhe ein­ge­brach­ten Est­rich­be­lag), so liegt dar­in kei­ne Ersatz­vor­nah­me im Sin­ne des §

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Meis­ter­ti­tel

Ein Ver­trag, mit dem ein Hand­werks­meis­ter einem Hand­werks­be­trieb ledig­lich sei­nen Meis­ter­ti­tel zur Ver­fü­gung stellt, ohne dass er tat­säch­lich als tech­ni­scher Betriebs­lei­ter tätig wird, ist, wie jetzt das Bun­des­ar­beits­ge­richt urteil­te, gem. § 134 BGB wegen Umge­hung des § 7 HwO nich­tig. Der schrift­li­che geschlos­se­ne Arbeits­ver­trag als “Betriebs­lei­ter” ist, wie das BAG weiter

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Unver­hält­nis­mä­ßig hohe Nachbesserungskosten

Bei der Beur­tei­lung der Fra­ge, ob der Unter­neh­mer zu Recht den Ein­wand des unver­hält­nis­mä­ßig hohen Män­gel­be­sei­ti­gungs­auf­wands erho­ben hat, ist, wie der Bun­des­ge­richts­ho in einer aktu­el­len Ent­schei­dung betont, der Grad des Ver­schul­dens des Unter­neh­mers an der Ent­ste­hung des Man­gels in die Gesamt­ab­wä­gung ein­zu­be­zie­hen. Allein der Umstand, dass der Unter­neh­mer den Mangel

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Nach­er­he­bung von Handwerkskammer-Mitgliedsbeiträgen

Hat eine Hand­werks­kam­mer, die ihre Mit­glieds­bei­trä­ge nach den vom Finanz­amt fest­ge­setz­ten Gewer­be­er­trä­gen bemisst, ihrer Bei­trags­fest­set­zung erkenn­bar einen fal­schen, näm­lich zu gerin­gen Gewer­be­er­trag zu Grun­de gelegt, so ist sie, wie jetzt das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Lüne­burg ent­schie­den hat, grund­sätz­lich berech­tigt, die feh­len­den Bei­trä­ge nach­zu­er­he­ben. Zunächst ist dabei von dem in der Recht­spre­chung des

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Ver­gü­tung wäh­rend der Kurz­ar­beit im Baugewerbe

Im Bau­ge­wer­be ent­fällt der Lohn­an­spruch gemäß § 4 Nr. 6.1 des Bun­des­rah­men­ta­rif­ver­trags für das Bau­ge­wer­be, wenn die Arbeits­leis­tung ent­we­der aus zwin­gen­den Wit­te­rungs­grün­den oder in der gesetz­li­chen Schlecht­wet­ter­zeit aus wirt­schaft­li­chen Grün­den unmög­lich wird. Soweit der Lohn­aus­fall in der gesetz­li­chen Schlecht­wet­ter­zeit nicht durch Auf­lö­sung von Arbeits­zeit­gut­ha­ben aus­ge­gli­chen wer­den kann, ist der Arbeit­ge­ber verpflichtet,

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Steu­er­be­güns­tig­te haus­halts­na­he Dienst­leis­tun­gen für Bewoh­ner eines Wohnstifts

Der Bun­des­fi­nanz­hof hat sei­ne Recht­spre­chung zur Steu­er­ermä­ßi­gung für haus­halts­na­he Dienst­leis­tun­gen (§ 35a EStG) fort­ge­führt und ent­schie­den, dass auch der Bewoh­ner eines Wohn­stifts die Steu­er­ermä­ßi­gung für vom Betrei­ber des Stifts erbrach­te Leis­tun­gen in Anspruch neh­men kann. Der BFH hat­te frü­her schon ent­schie­den, dass die Steu­er­ermä­ßi­gung aus­schei­det, wenn die steu­er­be­güns­tig­ten Han­d­­wer­­ker- und Dienstleistungen

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Nicht aus­ge­nutz­te Steu­er­ermä­ßi­gungs­be­trä­ge für Handwerkerleistungen

Der Ver­fall eines nicht aus­ge­nutz­ten Steu­er­ermä­ßi­gungs­be­trags für Hand­wer­k­erleis­tun­gen nach § 35a EStG ist nach einem heu­te ver­öf­fent­lich­ten Urteil des Bun­des­fi­nanz­hofs ver­fas­sungs­ge­mäß. Im Jahr 2006 nah­men die Klä­ger des jetzt vom BGH ent­schie­de­nen Falls Hand­wer­k­erleis­tun­gen für Reno­vie­rungs­maß­nah­men in Anspruch. Die von den Klä­gern gel­tend gemach­te Steu­er­ermä­ßi­gung nach § 35a EStG in

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Pol­ni­scher Meisterbrief

Ein pol­ni­scher Meis­ter­brief muss nach Ansicht des Ver­wal­tungs­ge­richts Mainz in Deutsch­land nicht aner­kannt wer­den. So hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Mainz jetzt die Kla­ge eines Man­nes abge­wie­sen, der die Aner­ken­nung sei­nes in Polen erwor­be­nen Meis­ter­briefs als Fahr­zeug­klemp­ner begehrt. Nach sei­ner Ein­rei­se in die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land arbei­te­te der Klä­ger meh­re­re Jah­re als Karosseriespengler

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Kei­ne Hand­wer­k­erleis­tun­gen gegen Barzahlung!

Der Bun­des­fi­nanz­hof hat in einem jetzt ver­öf­fent­lich­ten Urteil ent­schie­den, dass die Bar­zah­lung einer Rech­nung aus der Inan­spruch­nah­me von Hand­wer­k­erleis­tun­gen für Renovierungs‑, Erhal­­tungs- und Moder­ni­sie­rungs­maß­nah­men die ent­spre­chen­den Auf­wen­dun­gen von der Steu­er­ermä­ßi­gung nach § 35a EStG aus­schließt. Nach § 35a EStG ermä­ßigt sich für die Inan­spruch­nah­me von Hand­wer­k­erleis­tun­gen für Renovierungs‑, Erhal­­tungs- und

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Steu­er­bo­nus für Handwerkerleistungen

Hand­werks­leis­tun­gen für Renovierungs‑, Erhal­­tungs- und Moder­ni­sie­rungs­maß­nah­men sind bereits seit eini­gen Jah­ren bei der Ein­kom­men­steu­er absetz­bar. Bis­her gab es hier­zu eine Höchst­gren­ze von jähr­lich 600 €. Ab 2009 wird die­se Gren­ze ver­dop­pelt: Ab 2009 kön­nen 20% von 6.000 Euro Arbeits­kos­ten, also maxi­mal 1.200 Euro ein­kom­men­steu­er­lich gel­tend gemacht werden.

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Unba­re Zah­lung bei haus­halts­na­hen Dienstleistungen

Für die Inan­spruch­nah­me von haus­halts­na­hen Dienst­leis­tun­gen, die in einem Haus­halt des Steu­er­pflich­ti­gen erbracht wer­den, ermä­ßigt sich die tarif­li­che Ein­kom­men­steu­er auf Antrag um 20 Pro­zent, höchs­tens 600 Euro, der Auf­wen­dun­gen des Steu­er­pflich­ti­gen (§ 35a Abs. 2 EStG). Vor­aus­set­zung für die Steu­er­ermä­ßi­gung ist jedoch, dass der Steu­er­pflich­ti­ge für die Auf­wen­dun­gen eine Rech­nung erhalten

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