Die vertraglich abgekürzte Verjährungsfrist für Werklohnansprüche

Eine vom Auf­tragge­ber in einem Bau­ver­trag gestellte All­ge­meine Geschäfts­be­din­gung, mit der die Ver­jährungs­frist für den Werk­lohnanspruch des Auf­trag­nehmers auf zwei Jahre abgekürzt wird, ist unwirk­sam, weil sie den Auf­trag­nehmer ent­ge­gen den Geboten von Treu und Glauben unangemessen benachteiligt.

Die vertraglich abgekürzte Verjährungsfrist für Werklohnansprüche

Die Verkürzung der Ver­jährungs­frist für den Werk­lohnanspruch in All­ge­meinen Geschäfts­be­din­gun­gen des Auf­tragge­bers benachteiligt den Auf­trag­nehmer unangemessen, denn sie ver­stößt gegen das geset­zliche Leit­bild des § 195 BGB und es sind keine Inter­essen des Auf­tragge­bers erkennbar, die eine der­ar­tige Verkürzung recht­fer­ti­gen kön­nten.

Bun­des­gericht­shof, Urteil vom 6. Dezem­ber 2012 – VII ZR 15/12

Die vertraglich abgekürzte Verjährungsfrist für Werklohnansprüche