Meis­ter-BAFöG

Seit die­sem Monat ist das Auf­stiegs­fort­bil­dungs­för­de­rungs­ge­setz, die Neu­re­ge­lung zum Meis­ter-BaföG, in Kraft.

Meis­ter-BAFöG

Nach neu­em Recht haben jetzt alle Antrags­stel­ler einen Anspruch auf die För­de­rung einer Auf­stiegs­fort­bil­dung. Damit kön­nen erst­mals auch die­je­ni­gen, die bereits eine selbst­fi­nan­zier­te Fort­bil­dung absol­viert haben, für min­des­tens eine wei­te­re Maß­nah­me unter­stützt wer­den.

Wer sei­ne Fort­bil­dung besteht, erhält 47,87% der Lehr­gangs- und Prü­fungs­ge­büh­ren als Zuschuss vom Staat, bis­her lag die Ober­gren­ze bei 30,5%. Machen sich die erfolg­rei­chen Absol­ven­ten selbst­stän­dig und beschäf­ti­gen dau­er­haft min­des­tens zwei Arbeit­neh­mer, so erhal­ten sie einen wei­te­ren Erlass von 66% auf die rest­li­chen Kos­ten. Ins­ge­samt kön­nen damit vor allem im Hand­werks­be­reich Zuschüs­se von rund 82,28% der Lehr­gangs- und Prü­fungs­ge­büh­ren bean­sprucht wer­den.

Auch für Fort­bil­dungs­wil­li­ge mit Kin­dern ändert sich die För­de­rung, sie erhal­ten jetzt für jedes Kind Unter­halts­leis­tun­gen von 210 € im Monat (bis­her 179 €). Die­ser Erhö­hungs­be­trag für Kin­der wird zu 50% als Zuschuss und nicht mehr wie bis­her nur als Dar­le­hen gewährt. Für einen Ver­hei­ra­te­ten mit zwei Kin­dern kann somit der gesam­te Unter­halts­bei­trag von 1.248 auf 1.310 € stei­gen, sofern kei­ne Ein­kom­mens- und Ver­mö­gens­an­rech­nung statt­fin­det. Allein­er­zie­hen­de pro­fi­tie­ren zudem von einem monat­li­chen Kin­der­be­treu­ungs­zu­schuss von 113 € pro Kind unter zehn Jah­ren, der künf­tig ohne Kos­ten­nach­weis stets in vol­ler Höhe gezahlt wird.

Da die Prü­fung oft­mals nicht im unmit­tel­ba­ren Anschluss an die Maß­nah­me statt­fin­det, etwa weil erst noch ein Meis­ter­stück ange­fer­tigt wer­den muss, kön­nen die Geför­der­ten wäh­rend die­ser Prü­fungs­vor­be­rei­tungs­pha­se für bis zu drei Mona­te die Unter­halts­leis­tun­gen sowie den Kin­der­be­treu­ungs­zu­schlag wei­ter in Anspruch neh­men – dann jedoch als Voll­dar­le­hen. Des Wei­te­ren wer­den künf­tig auch Klau­su­ren­stun­den in gewis­sem Umfang geför­dert.

Dar­über hin­aus gibt es auch eini­ge Detail­ver­bes­se­run­gen. So sind etwa Auf­stiegs­fort­bil­dun­gen in der Alten­pfle­ge künf­tig selbst dann för­der­fä­hig, wenn in einem Bun­des­land kei­ne ent­spre­chen­den Auf­stiegs­fort­bil­dungs­re­ge­lun­gen exis­tie­ren, die Maß­nah­men aber im Wesent­li­chen den Rege­lun­gen eines ande­ren Lan­des in die­sem Bereich ent­spre­chen.

Die För­der­mög­lich­kei­ten für fort­bil­dungs­wil­li­ge Migran­ten mit einer Blei­be­per­spek­ti­ve in Deutsch­land wur­den eben­falls ver­bes­sert. Sie müs­sen nicht mehr wie bis­her vor der Fort­bil­dung min­des­tens drei Jah­re lang berufs­tä­tig gewe­sen sein.

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