Ursachenforschung für Berufsentscheidungen von Frauen

Um den Anteil von weiblichen Auszubildenden im Handwerk von 22,6 % (in 2012) in Niedersachsen zu steigern, ist in Niedersachsen ein neues Projekt gestartet worden. Damit sollen mehr Frauen fürs Handwerk begeistert werden.

Ursachenforschung für Berufsentscheidungen von Frauen

Laut Mitteilung der Niedersächsischen Sozial- und Gleichstellungsministerin soll das gemeinsame Projekt mit der Landesvertretung der Handwerkskammern Niedersachsen die Berufsperspektiven der Frauen im Handwerk fördern. Im Rahmen des Projektes wird zunächst nach den Ursachen für das Verhalten der Frauen geforscht. Das Volkswirtschaftliche Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität in Göttingen, ifh, führt das Forschungsprojekt seit März 2014 bis Februar 2015 durch, das Sozialministerium fördert es mit insgesamt 50.000 Euro. Mit dem Projekt erhofft sich die Sozial- und Gleichstellungsministerin „Antworten auf die Fragen, was vor allem junge Frauen daran hindert, handwerkliche Berufe zu ergreifen oder auch, woran es liegt, dass der Berufsverbleib oft nur kurz ist, wie Erhebungen schon ergeben haben. Am Ende der Untersuchung sollen Handlungsempfehlungen stehen, die Anregungen für weitere Maßnahmen geben“. Dabei gelte es mit Blick auf die Unternehmen, die Begeisterung für das Handwerk möglichst früh zu wecken: im Elternhaus, in der Schule – aber natürlich auch beispielsweise im Betriebspraktikum. Nach Meinung der Ministerin seien Frauen im Handwerk qualifiziert und führungsstark. Frauen von heute seien die bestausgebildete Generationen aller Zeiten – und das sei sicherlich auch für die Unternehmen interessant. Daher haben Frauen nach ihrer Meinung hier gute Berufsperspektiven.

Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, Mitteilung vom 11. September 2014