Die über­schrit­te­ne Fertigstellungsfrist

Die Werk­un­ter­neh­me­rin hat gemäß § 345 BGB die Ein­hal­tung der ver­ein­bar­ten Fer­tig­stel­lungs­frist und bei Fris­t­über­schrei­tung gemäß § 286 Abs. 4 BGB das feh­len­de Ver­schul­den hier­an dar­zu­le­gen und zu beweisen.

Die über­schrit­te­ne Fertigstellungsfrist

Fer­ner ist die Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs zugrun­de zu legen, wonach der Unter­neh­mer, der sich auf ein feh­len­des Ver­schul­den an der Fris­t­über­schrei­tung beruft, zur Erfül­lung sei­ner Dar­le­gungs­last kon­kre­te Anga­ben zu der Behin­de­rung durch nicht in sei­ner Risi­ko­sphä­re lie­gen­de Umstän­de zu machen hat. Hier­für genügt nicht die blo­ße Benen­nung der Umstän­de, viel­mehr muss in der Regel eine kon­kre­te, bau­ab­lauf­be­zo­ge­ne Dar­stel­lung der jewei­li­gen Behin­de­rung erfol­gen. Soweit die Behin­de­rung dar­in besteht, dass bestimm­te Arbei­ten nicht in der vor­ge­se­he­nen Zeit durch­ge­führt wer­den kön­nen, ist die sich dar­aus erge­ben­de Bau­zeit­ver­zö­ge­rung eben­falls nach all­ge­mei­nen Grund­sät­zen der Dar­le­gungs- und Beweis­last zu beur­tei­len. Der Unter­neh­mer hat des­halb dar­zu­le­gen und den nach § 286 ZPO erfor­der­li­chen Beweis dafür zu erbrin­gen, wie lan­ge die kon­kre­te Behin­de­rung andau­er­te [1].

  1. vgl. BGH, Urtei­le vom 24.02.2005 – VII ZR 141/​03, BGHZ 162, 259, 262 f. 13 und – VII ZR 225/​03, BauR 2005, 861, 864 29 = NZBau 2005, 335[]