Tapezieren in der Mietwohnung

27. Februar 2017 | Recht Allgemein
Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Vielen Mietern stellt sich die Frage, ob das Tapezieren, Streichen oder Putz auftragen in der Mietwohnung erlaubt ist. Sie wollen z.B. eine Tapete für die Küche kaufen und wissen nicht, ob der Vermieter dem zustimmen muss oder ob es sogar ganz verboten ist? Wir können erst einmal Entwarnung geben!

Die Wohnung kann individuell gestaltet werden. Es ist hierbei egal ob es ums streichen, tapezieren oder sonstigen Schönheitsveränderungen in Ihrer Wohnung handelt!

Während des Mietverhältnisses können Sie die Wohnung so gestaltet wie gewünscht. Erst wenn sie ausziehen, muss die Wohnung in den ursprünglichen oder in den im Vertrag festgelegten Zustand „zurückgebaut“ werden. Wenn die Tapete entfernt wird muss der Ursprungszustand wieder hergestellt sein.

Falls Sie eine Gipskartonwand tapezieren wollten sollte man darauf achten, dass man die Wand vorher mit Spezialmitteln behandelt, damit man die Tapete später ohne Rückstände wieder abziehen kann. Ansonsten kann es passieren, dass Sie die Wand beschädigen und so könnte der Vermieter Ihnen Fahrlässigkeit vorwerfen.

Was sollte der Mieter in dieser Beziehung wissen?

Wie oben schon erwähnt muss der Mieter sich beim Tapezieren und Streichen keine Genehmigung vom Vermieter einholen. Man kann sagen, dass alles umgesetzt werden kann, was beim Auszug wieder zum Ausgangszustand zurückgeändert werden kann. Beim Auszug muss die Wand meist mit einer neutralen Farbe meist weiß zurückgegeben werden.

Genau das gleiche gilt für Türen oder Fliesen. Wer also die Fliesen streichen oder die Türen farblich verändern möchte, darf die Oberfläche nicht beschädigen. Eine Ausnahme gibt es hier. Falls die Fliesen sich sowieso schon in schlechtem Zustand befinden dürfen sie von dem Mieter ausgetauscht werden. Als Möglichkeit bieten sich hier Deko-Folien für Fliesen an. Diese lassen sich ohne Probleme wieder entfernen und zerstören nicht die Oberfläche. Falls der Ausgangszustand nicht wiederhergestellt werden kann, ist es dem Vermieter möglich eine Schadensersatzklage anzustreben.

Falls Sie ihre eigene Spül- oder Waschmaschine mit in die neue Mietwohnung bringen und der Mieter Ihnen eine stellt, müssen Sie die Spül- und Waschmaschinen so lagern, dass keine Gebrauchsspuren an die Geräte geraten. Am besten Sie wickeln die Geräte in Folie oder einen Tuch ein und stellen sie in den Keller.

Das gleiche gilt für Laminat. Laminat lässt sich ganz einfach beim Auszug wieder entfernen. Somit muss auch für die Verlegung keine Genehmigung eingeholt werden. Falls in der Wohnung Parkett verlegt ist muss der Vermieter dafür sorgen, dass das Parkett abgeschliffen wird. Wenn der Mieter es selber macht und es zu Beschädigungen kommt, muss man für diese Beschädigungen haften.

Zusammenfassend kann man sagen, dass man in seiner Mietwohnung alles machen kann, wenn der Ausgangszustand wieder hergestellt werden kann.

 
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