Selb­stän­dig­keit im Hand­werk – Pri­vat oder gesetz­lich ver­si­chern?

Das Hand­werk zählt zu den größ­ten Bran­chen in Deutsch­land. Um sich jedoch als Hand­wer­ker selb­stän­dig machen zu kön­nen, sind oft hohe Qua­li­fi­ka­tio­nen nötig, wie bei­spiels­wei­se der Meis­ter­brief. In die­ser Situa­ti­on muss man sich frü­her oder spä­ter auch Gedan­ken dar­über machen, ob man in Zukunft pri­vat oder gesetz­lich ver­si­chert sein möch­te.

Selb­stän­dig­keit im Hand­werk – Pri­vat oder gesetz­lich ver­si­chern?

Die weit­läu­fi­ge Mei­nung ist da hin­ge­hend, dass pri­vat Ver­si­cher­te im Fal­le von Krank­heit meis­tens bes­ser dran sind als gesetz­lich Ver­si­cher­te und nur Vor­tei­le mit sich bringt. Dies ist jedoch oft ein Irr­glau­be. Denn vie­le Tari­fe wei­sen oft Lücken auf, des­halb soll­te man sich vor­her genau dar­über infor­mie­ren, was für einen indi­vi­du­ell Sinn macht. Für Lai­en ist das Tarif­sys­tem der Anbie­ter oft nicht durch­sich­tig. Es gibt unzäh­li­ge Kom­bi­na­ti­ons­mög­lich­kei­ten aus Alter, Geschlecht, Berufs­stand etc. Es gilt also sich genau­es­tens zu infor­mie­ren, bevor man etwas unter­schreibt. Soll­ten Sie ein­mal Rechts­bei­stand benö­ti­gen, wer­den Sie auf den Sei­ten von Rechts­an­walt aus Han­no­ver sicher fün­dig. Eine lücken­haf­te pri­va­te Ver­si­che­rung kann näm­lich fata­le Fol­gen mit sich zie­hen. Bei Hilfs­mit­teln kön­nen so erheb­li­che Sum­men auf die Ver­si­cher­ten zukom­men, dar­über sind sich die meis­ten Men­schen gar nicht im Kla­ren. Vie­le bie­ten sogar schlech­te­re Leis­tun­gen als die gesetz­li­chen Ver­si­che­run­gen. So leis­ten mehr als 80 Pro­zent der pri­va­ten Ver­si­che­run­gen weni­ger als die gesetz­li­chen. Die häus­li­che Kran­ken­pfle­ge, psy­cho­the­ra­peu­ti­sche Maß­nah­men, der Mut­ter­schutz oder soge­nann­te Hilfs­mit­tel­de­kla­ra­tio­nen ohne Ein­schrän­kun­gen sind Leis­tun­gen, die in der gesetz­li­chen Ver­si­che­rung fest ver­an­kert sind. Vie­le pri­va­te Ver­si­che­run­gen jedoch über­neh­men nur nicht immer oder nur ein­ge­schränkt die Kos­ten für Anschluss­heil­be­hand­lun­gen, Psy­cho­the­ra­pien oder wich­ti­ge medi­zi­ni­sche Hilfs­mit­tel.

Selb­stän­dig­keit im Hand­werk

Um über­haupt im Hand­werk selb­stän­dig sein zu kön­nen, müs­sen Sie auf jeden Fall der Hand­werks­kam­mer bei­tre­ten. Außer­dem gibt es die Mög­lich­keit, sich von einem bestimm­tem För­der­pro­gramm extra für Hand­wer­ker för­dern zu las­sen. Als Selb­stän­di­ger kön­nen Sie frei ent­schei­den, ob Sie gesetz­lich oder pri­vat ver­si­chert sein möch­ten. Dabei spielt Ihr Ein­kom­men kei­ne Rol­le. Für Selb­stän­di­ge birgt die pri­va­te Kran­ken­ver­si­che­rung gewis­se Risi­ken. Als jun­ger Gut­ver­die­ner sind die Bei­trä­ge nied­rig, die­se kön­nen im Lau­fe des Lebens aber erheb­lich anstei­gen. Sie sind nicht änder­bar und müs­sen in jeder Lebens­la­ge gezahlt wer­den. Auch dann, wenn die Auf­trags­la­ge mal nicht so gut ist, dies kann als Selb­stän­di­ger immer mal vor­kom­men. Aus die­sen Grün­den ist es oft bes­ser, die gesetz­li­che Ver­si­che­rung zu wäh­len. Beden­ken Sie auch, dass wenn Sie eine Fami­lie haben oder pla­nen, die­se nicht auto­ma­tisch mit­ver­si­chert ist, wie es bei der gesetz­li­chen der Fall ist.

Fazit

Sie soll­ten sich also genau über­le­gen, wo Sie in Zukunft ver­si­chert sein möch­ten. Im Zwei­fel emp­fiehlt sich immer ein Gang zum Fach­mann, der kann Sie in die­sem Fall am bes­ten bera­ten und Sie gege­be­nen­falls davon abhal­ten, in eine Kos­ten­fal­le zu tap­pen. Zusätz­lich soll­ten Sie sich immer die Ver­trä­ge genau durch­le­sen und sich nicht unter Druck set­zen las­sen. Schla­fen Sie am bes­ten eine Nacht drü­ber, so kön­nen Sie in Ruhe nach­den­ken und tref­fen kei­ne kopf­lo­sen Ent­schei­dun­gen.