Selbständigkeit im Handwerk – Privat oder gesetzlich versichern?

30. September 2016 | Handwerksunternehmen
Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Das Handwerk zählt zu den größten Branchen in Deutschland. Um sich jedoch als Handwerker selbständig machen zu können, sind oft hohe Qualifikationen nötig, wie beispielsweise der Meisterbrief. In dieser Situation muss man sich früher oder später auch Gedanken darüber machen, ob man in Zukunft privat oder gesetzlich versichert sein möchte.

Die weitläufige Meinung ist da hingehend, dass privat Versicherte im Falle von Krankheit meistens besser dran sind als gesetzlich Versicherte und nur Vorteile mit sich bringt. Dies ist jedoch oft ein Irrglaube. Denn viele Tarife weisen oft Lücken auf, deshalb sollte man sich vorher genau darüber informieren, was für einen individuell Sinn macht. Für Laien ist das Tarifsystem der Anbieter oft nicht durchsichtig. Es gibt unzählige Kombinationsmöglichkeiten aus Alter, Geschlecht, Berufsstand etc. Es gilt also sich genauestens zu informieren, bevor man etwas unterschreibt. Sollten Sie einmal Rechtsbeistand benötigen, werden Sie auf den Seiten von Rechtsanwalt aus Hannover sicher fündig. Eine lückenhafte private Versicherung kann nämlich fatale Folgen mit sich ziehen. Bei Hilfsmitteln können so erhebliche Summen auf die Versicherten zukommen, darüber sind sich die meisten Menschen gar nicht im Klaren. Viele bieten sogar schlechtere Leistungen als die gesetzlichen Versicherungen. So leisten mehr als 80 Prozent der privaten Versicherungen weniger als die gesetzlichen. Die häusliche Krankenpflege, psychotherapeutische Maßnahmen, der Mutterschutz oder sogenannte Hilfsmitteldeklarationen ohne Einschränkungen sind Leistungen, die in der gesetzlichen Versicherung fest verankert sind. Viele private Versicherungen jedoch übernehmen nur nicht immer oder nur eingeschränkt die Kosten für Anschlussheilbehandlungen, Psychotherapien oder wichtige medizinische Hilfsmittel.

Selbständigkeit im Handwerk

Um überhaupt im Handwerk selbständig sein zu können, müssen Sie auf jeden Fall der Handwerkskammer beitreten. Außerdem gibt es die Möglichkeit, sich von einem bestimmtem Förderprogramm extra für Handwerker fördern zu lassen. Als Selbständiger können Sie frei entscheiden, ob Sie gesetzlich oder privat versichert sein möchten. Dabei spielt Ihr Einkommen keine Rolle. Für Selbständige birgt die private Krankenversicherung gewisse Risiken. Als junger Gutverdiener sind die Beiträge niedrig, diese können im Laufe des Lebens aber erheblich ansteigen. Sie sind nicht änderbar und müssen in jeder Lebenslage gezahlt werden. Auch dann, wenn die Auftragslage mal nicht so gut ist, dies kann als Selbständiger immer mal vorkommen. Aus diesen Gründen ist es oft besser, die gesetzliche Versicherung zu wählen. Bedenken Sie auch, dass wenn Sie eine Familie haben oder planen, diese nicht automatisch mitversichert ist, wie es bei der gesetzlichen der Fall ist.

Fazit

Sie sollten sich also genau überlegen, wo Sie in Zukunft versichert sein möchten. Im Zweifel empfiehlt sich immer ein Gang zum Fachmann, der kann Sie in diesem Fall am besten beraten und Sie gegebenenfalls davon abhalten, in eine Kostenfalle zu tappen. Zusätzlich sollten Sie sich immer die Verträge genau durchlesen und sich nicht unter Druck setzen lassen. Schlafen Sie am besten eine Nacht drüber, so können Sie in Ruhe nachdenken und treffen keine kopflosen Entscheidungen.

 
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