Rol­la­den- und Jalousiebauer-Meister

Am 22. Janu­ar 2007 wur­de eine neue Meis­ter­prü­fungs­ver­ord­nung für das Roll­la­den- und Jalou­sie­bau­er-Hand­werk im Bun­des­ge­setz­blatt ver­kün­det. Damit wur­de eine wei­te­re Meis­ter­prü­fungs­ver­ord­nung refor­miert.Seit der Novel­lie­rung der Hand­werks­ord­nung vom 24. Dezem­ber 2003 gehört das Roll­la­den- und Jalou­sie­bau­er-Hand­werk nicht mehr zu den zulas­sungs­pflich­ti­gen Hand­wer­ken der Anla­ge A, son­dern zu den zulas­sungs­frei­en Hand­wer­ken der Anla­ge B der Hand­werks­ord­nung. Das bedeu­tet, dass die Able­gung der Meis­ter­prü­fung nicht mehr zwin­gen­de Vor­aus­set­zung für die selb­stän­di­ge Aus­übung des Hand­werks ist. Die Able­gung einer frei­wil­li­gen Meis­ter­prü­fung ist aber auch für Gewer­be der Anla­ge B mög­lich und ist gera­de hier als Güte­sie­gel auf dem Markt von gro­ßer Bedeu­tung. In den Meis­ter­prü­fun­gen für zulas­sungs­freie Hand­wer­ke wer­den die glei­chen Anfor­de­run­gen gestellt wie für zulas­sungs­pflich­ti­ge Hand­wer­ke – es gibt kei­ne Niveau­un­ter­schie­de. Damit stellt die Meis­ter­prü­fung im Roll­la­den- und Jalou­sie­bau­er-Hand­werk ein ver­läss­li­ches Qua­li­täts­sie­gel für die Kun­den dar, das für hand­werk­li­ches Kön­nen und Kun­den­ori­en­tie­rung steht.

Rol­la­den- und Jalousiebauer-Meister

Das Roll­la­den- und Jalou­sie­bau­er-Hand­werk gehört mit ca. 2.700 Betrie­ben, rd. 26.000 Beschäf­tig­ten und fast 2 Mrd. ? Jah­res­um­satz zu den mit­tel­gro­ßen Hand­wer­ken. Die Roll­la­den- und Jalou­sie­bau­er decken mit ihrer Tätig­keit ein brei­tes Spek­trum ab. So pla­nen und ent­wer­fen sie Rollladen‑, Tor‑, Verdunkelungs‑, Blend- und Sicht­schutz­an­la­gen, Son­nen­schutz­an­la­gen sowie Dreh‑, Falt- oder Schie­be­lä­den – zum Teil mit elek­tro­ni­schem Antrieb und auto­ma­ti­scher Steue­rung -, stel­len die­se her und mon­tie­ren sie. Auch der Ein­bau von Sicher­heits­ein­rich­tun­gen zur Ver­mei­dung von Per­so­nen- und Sach­schä­den sowie Siche­rungs­ein­rich­tun­gen zur Ein­bruch­hem­mung gehö­ren zu ihren Aufgaben.

Das Roll­la­den- und Jalou­sie­bau­er-Hand­werk gehört zu den alten, tra­di­tio­nel­len Hand­wer­ken. Lan­ge bevor das Fens­ter erfun­den wur­de, gab es bereits den Fens­ter­la­den, der das für Licht und Luft not­wen­di­ge “Loch in der Wand” gegen Wit­te­rungs­ein­flüs­se abschirm­te. Auch die Jalou­sie, die den Fens­ter­ver­git­te­run­gen ori­en­ta­li­scher Harems nach­ge­bil­det war (Jalou­sie = Eifer­sucht), hat eine lan­ge Tra­di­ti­on und die Mar­ki­se war ursprüng­lich eine Pla­ne, die zum Schutz gegen Hit­ze oder Regen über das Zelt eines Offi­ziers gezo­gen wur­de. Ohne die alte Tra­di­ti­on zu ver­ges­sen, hat sich das Roll­la­den- und Jalou­sie­bau­er-Hand­werk kun­den­ori­en­tiert und bedarfs­ge­recht wei­ter ent­wi­ckelt. Für immer neue archi­tek­to­ni­sche Her­aus­for­de­run­gen ent­wer­fen die Roll­la­den- und Jalou­sie­bau­er sach­ge­rech­te und krea­ti­ve Ein­zel­lö­sun­gen – von auto­ma­tisch gesteu­er­ten Son­nen­se­geln über ein­bruch­si­che­re Roll­lä­den und Roll­to­re bis hin zu licht­len­ken­den Jalou­sien – und set­zen die­se in bewähr­ter hand­werk­li­cher Qua­li­tät um.

Die neue Meis­ter­prü­fungs­ver­ord­nung vom 22. Janu­ar 2007 (BGBl. I S. 51) tritt am 1. April 2007 in Kraft und löst die Meis­ter­prü­fungs­ver­ord­nung vom 18. Sep­tem­ber 1989 ab.

Rolladen- und Jalousiebauer-Meister