Neue Meis­ter­prü­fungs­ver­ord­nung für das Zim­me­rer-Hand­werk

Für das Zim­me­rer-Hand­werk wur­de eine neue Meis­ter­prü­fungs­ver­ord­nung erlas­sen.

Neue Meis­ter­prü­fungs­ver­ord­nung für das Zim­me­rer-Hand­werk

Im Zim­me­rer-Hand­werk gilt nach wie vor das Meis­ter­prin­zip, d.h., die bestan­de­ne Meis­ter­prü­fung ist für die selb­stän­di­ge Berufs­aus­übung grund­sätz­lich erfor­der­lich. Auf Grund des brei­ten Tätig­keits­spek­trums wur­de bei der Erar­bei­tung der Meis­ter­prü­fungs­ver­ord­nung im Teil I beson­de­res Augen­merk auf ein bau­tech­ni­sches sowie bau­phy­si­ka­li­sches Qua­li­fi­ka­ti­ons­ni­veau gelegt. Bei der Erar­bei­tung des Teils II sind die fach­theo­re­ti­schen Qua­li­fi­ka­tio­nen in vier Hand­lungs­fel­der einge­gangen. Die Qua­li­fi­ka­ti­ons­ka­ta­lo­ge des Teils II tra­gen dem Berufs­lauf­bahn­kon­zept im Zim­me­rer-Hand­werk für die indi­vi­du­el­le Kar­rie­re­pla­nung durch eine Ver­zah­nung der Aus- und Wei­ter­bil­dung sowie von Anre­chungs­op­tio­nen auf die Meis­ter­prü­fung Rech­nung.

Von den Block­bau­ten der Bron­ze­zeit bis zu den moder­nen ener­gie­spa­ren­den Häu­sern in Holz­bauweise und den Auf­se­hen erre­gen­den Inge­nieur­kon­struk­tio­nen in Holz reicht die Geschich­te des Zim­me­rer­be­rufs. Nach der Blü­te­zeit im Mit­tel­al­ter, aus der bis zu 750 Jah­re alte Fach­werk­häu­ser erhal­ten sind, hat heu­te eine neue Ära des Bau­ens mit Holz begon­nen. Die Aus­wei­tung der Auf­ga­ben für den Zim­me­rer ist ver­bun­den mit einer raschen Ent­wick­lung der Werk­stoffe und Sys­te­me sowie der Werk­zeu­ge, Maschi­nen und Anla­gen. Beson­ders deut­lich wird der zukunfts­orientierte Wan­del bei der rech­ner­ge­stütz­ten Kon­struk­ti­on, Fer­ti­gung und Orga­ni­sa­ti­on im Holz­bau. Der Holz­bau und der Aus­bau, das heißt Bau­wer­ke und Bau­werks­tei­le in Holz­kon­struk­ti­on und der tro­cke­ne Aus­bau, bil­den die Haupt­auf­ga­ben des Zim­me­rers. Sie rei­chen von der Her­stel­lung von Dach­stüh­len und ein­zel­nen Holz­bau­tei­len bis hin zur Erstel­lung kom­plet­ter Gebäu­de in Holz­bau­wei­se ein­schließ­lich des Aus­baus. Anbau­ten und Auf­sto­ckun­gen zäh­len eben­so zu sei­nen kon­struk­ti­ven Tätig­kei­ten. Im Aus­bau über­nimmt der Zim­me­rer den Wär­me- und Feuch­te­schutz, zum Bei­spiel für Nied­rig­ener­gie- und Pas­siv­bau­wei­sen, fer­ner den Schall- sowie den Brand­schutz. Sein Tätig­keits­be­reich umfasst eben­so den Aus­bau an Boden, Wand und Decke im Neu­bau wie bei der Moder­ni­sie­rung, bei­spiels­wei­se im Dach­aus­bau sowie auch den Trep­pen­bau.

Die neue Meis­ter­prü­fungs­ver­ord­nung von 16. April 2008 tritt am 1. Juni 2008 in Kraft und löst die Vor­läu­fer­ver­ord­nung vom 26. Janu­ar 1998 ab.

Neue Meisterprüfungsverordnung für das Zimmerer-Handwerk