Neue Meisterprüfungsverordnung für das Keramiker-Handwerk

Für das Keramik­er-Handw­erk wurde nun im Bun­des­ge­set­zblatt die neue Meis­ter­prü­fungsverord­nung vom 13. Jan­u­ar 2006 verkün­det. Sie tritt damit am 1. April 2006 in Kraft und löst die ver­al­tete Vor­läufer­verord­nung vom 3. Feb­ru­ar 1983 ab.

Neue Meisterprüfungsverordnung für das Keramiker-Handwerk

Ein beson­deres Augen­merk bei der Erar­beitung der Meis­ter­prü­fungsverord­nung für das Keramik­er-Handw­erk galt dem Teil I der Meis­ter­prü­fung. Auf Grund des bre­it­en Tätigkeitsspek­trums wurde das Meis­ter­prü­fung­spro­jekt und die Sit­u­a­tion­sauf­gabe so gestal­tet, dass der Prüfling mit der bestande­nen Meis­ter­prü­fung den Nach­weis erbracht hat, dass er die Kom­plex­ität des Handw­erks beherrscht.

Seit der Nov­el­lierung der Handw­erk­sor­d­nung vom 24. Dezem­ber 2003 gehört das Keramik­er-Handw­erk nicht mehr zu den zulas­sungspflichti­gen Handw­erken der Anlage A, son­dern zu den zulas­sungs­freien Handw­erken der Anlage B der Handw­erk­sor­d­nung. Das bedeutet, dass die Meis­ter­prü­fung nicht mehr zwin­gende Voraus­set­zung für die selb­ständi­ge Ausübung des Handw­erks ist. Eine frei­willige Meis­ter­prü­fung ist aber auch für die Gewerbe der Anlage B möglich und ist ger­ade hier als Güte­siegel auf dem Markt von großer Bedeu­tung. In den Meis­ter­prü­fun­gen für zulas­sungs­freie Handw­erke wer­den die gle­ichen Anforderun­gen gestellt wie für zulas­sungspflichtige Handw­erke – es gibt keine Niveau­un­ter­schiede.

Neue Meisterprüfungsverordnung für das Keramiker-Handwerk