Meisterprüfungsordnung für Graveure

Mit der neuen Meis­ter­prü­fungsverord­nung für das Graveur-Handw­erk, die am 25. Novem­ber 2005 im Bun­des­ge­set­zblatt verkün­det wurde, sind auch für dieses Handw­erk die Prü­fungsan­forderun­gen an neue handw­erk­liche Ent?wicklungen angepasst wor­den.

Meisterprüfungsordnung für Graveure

Das Graveur-Handw­erk gehört zu den kün­st­lerischen Handw­erken. Graveure beschriften ins­beson­dere met­allis­che Werk­stücke, aber auch Glas und andere Werk­stoffe. Sie stellen beispiel­sweise Stem­pel für die graphis­che Indus­trie oder tech­nis­che Markierung, Schilder, CNC-Gravuren, Medaillen und Schmuck her. Als Meis­ter­prü­fung­spro­jekt müssen die kün­fti­gen Graveurmeis­terin­nen und ‑meis­ter einen Gebrauchs‑, Zier- oder Kun­st­ge­gen­stand oder ein Werkzeug aus Edel- oder Unedel­met­all entwed­er mit min­destens drei ver?schiedenen Flach­graviertech­niken oder als Relief­gravier­ar­beit entwer­fen, pla­nen und kalkulieren und dann das Meis­ter­stück her­stellen.

Seit der Nov­el­lierung der Handw­erk­sor­d­nung vom 24. Dezem­ber 2003 gehört das Graveur-Handw­erk nicht mehr zu den zulas­sungspflichti­gen Handw­erken der Anlage A, son­dern zu den zulas­sungs­freien Handw­erken der Anlage B der Handw­erk­sor­d­nung. Das bedeutet, dass die Meis­ter­prü­fung nicht mehr zwin­gende Voraus?setzung für die selb­ständi­ge Ausübung des Handw­erks ist. Eine frei­willige Meis­ter­prü­fung ist aber auch für Gewerbe der Anlage B möglich.

In den Meis­ter­prü­fun­gen für zulas­sungs­freie Handw­erke wer­den die gle­ichen Anforderun­gen gestellt wie für zulas­sungspflichtige Handw­erke, es gibt keine Niveau­un­ter­schiede. Die neue Meis­ter­prü­fungsverord­nung vom 16. Novem­ber 2005 tritt am 1. Jan­u­ar 2006 in Kraft und löst die ver­al­tete Vor­läufer­verord­nung vom 26. Juni 1992 ab.

Meisterprüfungsordnung für Graveure