Medi­zin­tech­nik als Wirt­schafts­mo­tor

Nach einer Mit­tei­lung des Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­ums zählt Deutsch­land zu den „Inno­va­ti­ons­füh­rern“ in Euro­pa. Das ist durch den Leis­tungs­an­zei­ger der Inno­va­ti­ons­uni­on 2014 der Euro­päi­schen Kom­mis­si­on und des Regio­na­len Inno­va­ti­ons­an­zei­gers 2014 fest­ge­stellt wor­den. Der Mit­tel­stand gilt als wich­tigs­ter Inno­va­tions- und Tech­no­lo­gie­mo­tor in Deutsch­land. Dabei sind gera­de tech­ni­sche Markt­neu­hei­ten eine Stär­ke Deutsch­lands, die beson­ders durch klei­ne­re Unter­neh­men mit High­tech- Pro­duk­ten in Markt­ni­schen her­vor­sticht.

Medi­zin­tech­nik als Wirt­schafts­mo­tor

Um die­sen Stand­ort­vor­teil Deutsch­lands wei­ter zu stär­ken und aus­zu­bau­en, unter­stützt das Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um mit­tel­stän­di­sche Unter­neh­men bei ihrer Inno­va­tions- und For­schungs- und Ent­wick­lungs­tä­tig­keit mit viel­fäl­ti­gen Pro­jek­ten.

Mit dem Zen­tra­len Inno­va­ti­ons­pro­gramm Mit­tel­stand wer­den Zuschüs­se ver­teilt für anspruchs­vol­le tech­no­lo­gi­sche For­schungs- und Ent­wick­lungs­pro­jek­te. Bedin­gung ist, dass durch die­se Pro­jek­te neue Pro­duk­te, Ver­fah­ren oder tech­ni­sche Dienst­leis­tun­gen ent­ste­hen. Gedacht ist die­ses För­der­pro­gramm nicht nur für mit­tel­stän­di­sche Unter­neh­men, son­dern auch für mit die­sen Unter­neh­men zusam­men­ar­bei­ten­de wirt­schafts­na­he For­schungs­ein­rich­tun­gen. Ziel die­ses bun­des­wei­ten, tech­no­lo­gie- und bran­chen­of­fe­nen För­der­pro­gramms ist der Aus­bau von Inno­va­tio­nen u.a. in Schlüs­sel­tech­no­lo­gien. Beson­ders deut­lich zeigt sich im Bereich der Medi­zin­tech­nik das hohe Wachs­tums­po­ten­ti­al, da hier Schlüs­sel­tech­no­lo­gien (z.B. Mikro­sys­tem­tech­no­lo­gie oder Opti­sche Tech­no­lo­gien) zur Anwen­dung gelan­gen. Die Medi­zin­tech­nik ver­langt Prä­zi­si­on, höchs­te Qua­li­tät und Zuver­läs­sig­keit. So ist es nicht ver­wun­der­lich, dass z.B. ein mini­mal­in­va­si­ver Ein­griff ohne eine Laser­mi­kro­be­ar­bei­tung der kleins­ten chir­ur­gi­schen Instru­men­te undenk­bar ist.

Damit die­ser Hoch­tech­no­lo­gie­sek­tor wei­ter­hin posi­tiv geför­dert wird, haben sich das Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um, das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­te­ri­um und das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Bil­dung und For­schung im Rah­men der Durch­füh­rung eines natio­na­len Stra­te­gie­pro­zes­ses „Inno­va­tio­nen in der Medi­zin­tech­nik“ beschlos­sen, u.a. Deutsch­land als Leit­an­bie­ter für Medi­zin­tech­nik im inter­na­tio­na­len Wett­be­werb zu stär­ken und die Inno­va­ti­ons­kraft der medi­zi­ni­schen For­schung zu stär­ken. Dar­über hin­aus soll die Leis­tungs­fä­hig­keit des Gesund­heits­sys­tems aus­ge­baut und die Zusam­men­ar­beit bezüg­lich neu­er Tech­no­lo­gien zwi­schen Wis­sen­schaft und Wirt­schaft geför­dert wer­den.

Wie das Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um mit­teilt, wird die­ses Pro­jekt von der Bun­des­re­gie­rung unter­stützt. Vom Bun­de­mi­nis­te­ri­um für Bil­dung und For­schung wer­den inno­va­ti­ve For­schungs­pro­jek­te im Bereich Medi­zin­tech­nik mit Hil­fe des Gesund­heits­for­schungs­pro­gramms geför­dert. Die­se För­de­run­gen wer­den durch den Akti­ons­plan Medi­zin­tech­nik koor­di­niert und geplant.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen kön­nen Inter­es­sier­te auf der natio­na­len Infor­ma­ti­ons­platt­form Medi­zin­tech­nik erhal­ten.