Erleichterte Eintragung in die Handwerksrolle

Zwis­chen­zeitlich wurde die Verord­nung über die Anerken­nung von Prü­fun­gen für die Ein­tra­gung in die Handw­erk­srolle im Bun­des­ge­set­zblatt veröf­fentlicht. Mit der Neuregelung sollen die Voraus­set­zun­gen dafür geschaf­fen wer­den, dass sich kün­ftig Inge­nieure, Absol­ven­ten von tech­nis­chen Hochschulen und staatlichen oder staatlich anerkan­nten Fach­schulen für Tech­nik und für Gestal­tung in die Handw­erk­srolle ein­tra­gen lassen kön­nen. Sie kön­nen sich also, sofern sie über eine der handw­erk­lichen Meis­ter­prü­fung min­destens gle­ich­w­er­tige Qual­i­fika­tion ver­fü­gen, ohne weit­eren Qual­i­fika­tion­snach­weis selb­ständig machen.

Erleichterte Eintragung in die Handwerksrolle

Gegenüber der bish­eri­gen Regelung wer­den mit der neuen Rechtsverord­nung keine Entsprechungslis­ten mehr erstellt, in denen Abschluss­beze­ich­nun­gen den jew­eili­gen Handw­erken zuge­ord­net wer­den. Diese Entsprechungslis­ten dien­ten den Handw­erk­skam­mern bish­er als Prüf- und Entschei­dungskri­teri­um. Auf Grund der laufend­en Anpas­sung an die berufs- und bil­dungspoli­tis­chen Erfordernisse ändert sich das Bil­dungsange­bot näm­lich kon­tinuier­lich, etwa ent­fall­en Prü­fun­gen, Prü­fungsab­schluss­beze­ich­nun­gen wer­den geän­dert und Bil­dungsange­bote wer­den mit neuen Prü­fungsab­schluss­beze­ich­nun­gen erlassen. Durch den Verzicht auf die Entsprechungslis­ten wird ein wesentlich­er Beitrag zum Bürokratieab­bau geleis­tet, da deren per­ma­nente Anpas­sung an verän­derte Gegeben­heit­en nicht mehr erforder­lich ist.

Außer­dem erhal­ten die Handw­erk­skam­mern mit den neuen Regelun­gen einen größeren Entschei­dungsspiel­raum; die starre Bindung an Entsprechungslis­ten, die auf Grund des fortschre­i­t­en­den Bil­dungsange­bots einem laufend­en Aktu­al­itätsver­lust unter­wor­fen wären, ent­fällt.

Verord­nung über die Anerken­nung von Prü­fun­gen für die Ein­tra­gung in die Handw­erk­srolle vm 29. Juni 2005, BGBl. I S. 1935