Die Vermeidung eines Fachkräftemangels

Ein flächen­deck­ender Fachkräfte­man­gel existiert in der Bun­desre­pub­lik Deutsch­land zwar nicht, doch 60 % der Unternehmen stufen zum jet­zi­gen Zeit­punkt den Fachkräfte­man­gel als ern­stzunehmendes Risiko ein.

Die Vermeidung eines Fachkräftemangels

So äußert sich das Bun­deswirtschaftsmin­is­teri­um in einem Dossier zur Fachkräftesicherung. Nach Mit­teilung des Min­is­teri­ums kommt es bere­its zum jet­zi­gen Zeit­punkt zu Eng­pässen in bes­timmten Regio­nen und Branchen. Erhe­blich Auswirkun­gen sind ger­ade in den wirtschaftsstarken süd­deutschen Bun­deslän­dern zu spüren: So liegen in Bay­ern und Baden-Würt­tem­berg nach ein­er Studie1 2/3 aller Stellen in “Eng­pass­berufen”. Zu den betrof­fe­nen Beruf­s­grup­pen zählen nicht nur akademis­che Berufe wie z.B. Ärzte, Tech­niker oder IT-Experten, son­dern auch Handw­erk­er wie Elek­troin­stal­la­teure, Rohrschloss­er oder Fachar­beit­er wie Kun­st­stof­fver­ar­beit­er.

Nach Mei­n­ung des Bun­desmin­is­teri­ums beste­ht in der Sicherung des Fachkräftebe­darfs eine der großen Her­aus­forderun­gen in der näheren Zukun­ft. So wer­den die Fachkräf­teeng­pässe auf­grund des demografis­chen Wan­dels zunehmen: Nicht nur die Bevölkerung von über 65-Jähri­gen wird bis 2060 um 1/3 ansteigen, son­dern gle­ichzeit­ig wird die Zahl der erwerb­s­fähi­gen Bevölkerung im gle­ichen Zeitraum zwis­chen 11 und 15 Mil­lio­nen sinken.

Ein Handw­erks­be­trieb, der kom­pe­tente Mitar­beit­er sucht, kann sich unter diesen Bedin­gun­gen nicht mehr nur auf die gängi­gen Möglichkeit­en bei der Arbeit­nehmer­suche ver­lassen. Eine Stel­lenanzeige in der lokalen Presse bzw. im Inter­net und die Anfrage beim Arbeit­samt reichen nicht mehr aus. Längst sind weit­ge­hen­dere Ini­tia­tiv­en gefragt. Beson­ders für die Suche nach speziellen Fachkräften kann es dur­chaus sin­nvoll sein, sich ein­er pro­fes­sionellen Per­son­alver­mit­tlung zu bedi­enen. Dabei kann für eine gesamte Region (z.B. Baden-Würt­tem­berg) nach Fachkräften gesucht wer­den, aber auch eine einge­gren­zte Per­son­alver­mit­tlung für Ulm ist z.B. möglich. Es kann gezielt entsprechend den Wün­schen des Unternehmens nach Fachkräften Auss­chau gehal­ten wer­den, damit das Risiko eines Fachkräfte­man­gels min­imiert wer­den kann. Denn Schwierigkeit­en bei der Stel­lenbe­set­zung gefährden die Entwick­lung und Wet­tbe­werb­s­fähigkeit des Unternehmens.

Um dem Eng­pass an Fachkräften ent­ge­gen­zuwirken, hat die Bun­desregierung ver­schiedene Maß­nah­men getrof­fen: So unter­stützt das Bun­deswirtschaftsmin­is­teri­um kleine und mit­tlere Unternehmen dabei, auf eine vielfältige Arbeit­nehmer­schaft zu bauen in Bezug auf Alter, Geschlecht, Behin­derung und auch unter­schiedlich­er Herkun­ft. Dazu ist zum Beispiel das Kom­pe­tenzzen­trum Fachkräftesicherung (KOFA) ins Leben gerufen wor­den. Darüber hin­aus wird angeregt, stärk­er als bish­er deutsche aus­ge­wan­derte Fachkräfte für eine Kar­riere in Deutsch­land zu inter­essieren und diese bei der Rück­kehr zu unter­stützen.

Mit diesen Maß­nah­men soll den Unternehmen aufgezeigt wer­den, in welchen Bere­ichen ein erhe­blich­es Beschäf­ti­gungspo­ten­tial zur Fachkräftesicherung zu find­en ist.

  1. Fachkräf­teeng­pässe in Unternehmen: Regionale Fachkräfte­si­t­u­a­tion und Mobil­ität; 02/2017 []