Das Land der Bäcker und Fleischer?

In Bay­ern gibt es die meis­ten Bäcke­rei­en und Flei­sche­rei­en. Wie die Bun­des­re­gie­rung in ihrer Ant­wort auf eine Klei­ne Anfra­ge aus dem Bun­des­tag mit­teilt, weist die letz­te Hand­werks­zäh­lung 2.580 Bäcke­rei­be­trei­be im Frei­staat aus. Bun­des­weit gibt es 12.945 Betrie­be. Es fol­gen Nord­rhein-West­fa­len mit 2.056 Betrie­ben, Baden-Würt­tem­berg (1.932), Sach­sen (1.177) und Nie­der­sach­sen (1.119).

Das Land der Bäcker und Fleischer?

Auch im Flei­scher­hand­werk wer­den die meis­ten Betrie­be in Bay­ern gezählt. Von den bun­des­weit 13.931 Betrie­ben befin­den sich 3.656 in Bay­ern. Es fol­gen Baden-Würt­tem­berg mit 2.311 Betrie­ben, Nord­rhein-West­fa­len (1.937), Hes­sen (1.335) und Nie­der­sach­sen (1.078). Die meis­ten der Bäcker- und Flei­scher­be­trei­be sind nach Anga­ben der Regie­rung inhabergeführt.

Hand­werks­be­trie­be 2013

Bun­des­landBäcker­hand­werkFlei­scher­hand­werk
Baden-Würt­tem­berg19322311
Bay­ern25803656
Ber­lin158107
Bran­den­burg407341
Bre­men5041
Ham­burg8086
Hes­sen9171335
Meck­len­burg-Vor­pom­mern218130
Nie­der­sach­sen11191078
Nord­rhein-West­fa­len20561937
Rhein­land-Pfalz840885
Saar­land231171
Sach­sen1177712
Sach­sen-Anhalt364394
Schles­wig-Hol­stein321316
Thü­rin­gen495431
Deutsch­land insg.1294513931

Bäcker­hand­werk

Die Bun­des­re­gie­rung teilt die Auf­fas­sung, dass inha­ber­ge­führ­te Bäcke­rei­en und Flei­sche­rei­en für die Nah­ver­sor­gung der Bevöl­ke­rung und die regio­na­le Wert­schöp­fung im länd­li­chen Raum wich­tig sind.

Gera­de in klei­nen Gemein­den und Orts­tei­len mit weni­ger als 5 000 Bewoh­nern tra­gen Bäcke­rei­en und Flei­sche­rei­en zu der Grund­ver­sor­gung der Bevöl­ke­rung mit regio­na­len Pro­duk­ten aus hand­werk­li­cher Fer­ti­gung bei. Sie stär­ken die Viel­falt des Lebens­mit­tel­an­ge­bots durch tra­di­tio­nel­le, indi­vi­du­el­le und lan­des­ty­pi­sche Waren, die orts­nah erzeugt sind. Dies führt zu mehr Lebens­qua­li­tät in der Regi­on. Die Ver­sor­gung mit regio­na­len Lebens­mit­teln för­dert intak­te Nah­ver­sor­gungs­struk­tu­ren. Sie belebt regio­na­le Wirt­schafts­kreis­läu­fe zusam­men mit der Land­wirt­schaft und erzeu­ger­na­hen Ver­sor­gung im länd­li­chen Raum.

Die hohe Qua­li­tät moder­ner hand­werk­li­cher Leis­tun­gen gewähr­leis­tet auch einen vor­sor­gen­den Ver­brau­cher­schutz. Im Flei­scher­hand­werk sichert eine erzeu­ger­na­he Schlach­tung und Fleisch­ver­ar­bei­tung zudem kur­ze Trans­port­we­ge und dient damit sowohl dem Tier­schutz als auch der Produktqualität.

Nach Schät­zun­gen des Zen­tral­ver­ban­des des Deut­schen Bäcker­hand­werks e. V. sind mehr als 95 Pro­zent der Betrie­be des Bäcker­hand­werks inha­ber- bzw. fami­li­en­geführt. Wei­te­re Daten, die eine Unter­schei­dung von inha­ber- und nicht­in­ha­ber­ge­führ­ten Betrie­ben erlau­ben, lie­gen der Bun­des­re­gie­rung nicht vor. Bäcke­rei­en und Flei­sche­rei­en sind orts­na­he Aus­bil­der und Arbeit­ge­ber. Sie bil­den ein wich­ti­ges Ele­ment der regio­na­len Wert­schöp­fung und des loka­len Mit­tel­stan­des. Die Stär­kung loka­ler und regio­na­ler Pro­duk­ti­ons­be­trie­be des Bäcker- und Flei­scher­hand­werks trägt zu der Erhal­tung der Stand­ort­qua­li­tät, der Wirt­schafts­kraft und der Attrak­ti­vi­tät der Regi­on bei.

Nach Ergeb­nis­sen der Hand­werks­zäh­lung von 2011 waren im gesam­ten Bäcker­hand­werk 341 855 Per­so­nen tätig (akti­ve Inha­ber, sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tig und gering­fü­gig ent­lohn­te Beschäftigte).

Nach Aus­kunft des Zen­tral­ver­ban­des des Deut­schen Bäcker­hand­werks e. V. gab es im Jahr 1980 in den alten Bun­des­län­dern 30 668 Bäcke­rei­en mit 207 900 Beschäf­tig­ten. Im Jahr 2013 gab es im gesam­ten Bun­des­ge­biet 13 171 Bäcke­rei­en mit 283 800 Beschäf­tig­ten. Für das Jahr 2014 lie­gen der­zeit kei­ne Zah­len vor. Wei­te­re Daten, die eine Unter­schei­dung nach inha­ber­ge­führ­ten und nicht­in­ha­ber­ge­führ­ten Bäcke­rei­en oder die Betrach­tung des länd­li­chen Raums erlau­ben, lie­gen nicht vor.

Flei­sche­rei­hand­werk

Nach Schät­zun­gen des Deut­schen Flei­scher-Ver­bands sind ca. 95 Pro­zent der Betrie­be des Flei­scher­hand­werks inha­ber- bzw. fami­li­en­geführt. Wei­te­re Daten, die eine Unter­schei­dung von inha­ber- und nicht­in­ha­ber­ge­führ­ten Betrie­ben erlau­ben, lie­gen nicht vor.

Im Jahr 2013 waren im Flei­scher­hand­werk nach Berech­nun­gen des Deut­schen Flei­scher-Ver­ban­des ins­ge­samt 143 000 Per­so­nen tätig (ein­schließ­lich Betriebs­in­ha­bern, mit­hel­fen­den Fami­li­en­an­ge­hö­ri­gen und Auszubildenden).

Die Anzahl der flei­scher­hand­werk­li­chen Betrie­be im frü­he­ren Bun­des­ge­biet ist von 28 700 im Jahr 1980 auf 19 093 im Jahr 1995 gesun­ken. Die Anzahl der Beschäf­tig­ten ver­rin­ger­te sich im glei­chen Zeit­raum von 215 000 auf 198 200.

Seit der ers­ten gesamt­deut­schen Hand­werks­zäh­lung des Jah­res 1995 bis zum Jahr 2013 ist die Anzahl der flei­scher­hand­werk­li­chen Betrie­be von 22 117 auf 13 931 zurück­ge­gan­gen und die Beschäf­ti­gung in die­sen Betrie­ben von 232 000 auf 143 000 gesunken.