Sozi­al­kas­sen­ver­fah­ren 2012

Die All­ge­mein­ver­bind­li­cherklä­rung des Tarif­ver­trags über das Sozi­al­kas­sen­ver­fah­ren im Bau­ge­wer­be vom 21. Dezem­ber 2011 ist man­gels Vor­lie­gens der gesetz­li­chen Vor­aus­set­zun­gen nach § 5 TVG aF unwirk­sam. Zwar hat sich der zustän­di­ge Staats­se­kre­tär mit der All­ge­mein­ver­bind­li­cherklä­rung (AVE) befasst, jedoch war die nach dama­li­gem Rechts­stand erfor­der­li­che 50%-Quote nicht erreicht. Nach den All­ge­mein­ver­bind­lich­keits­er­klä­run­gen 2008, 2010

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Kein all­ge­mein­ver­bind­li­ches Sozi­al­kas­sen­ver­fah­ren im Baugewerbe

Das Bun­des­ar­beits­ge­richt hat die All­ge­mein­ver­bind­li­cherklä­run­gen der Tarif­ver­trä­ge über das Sozi­al­kas­sen­ver­fah­ren im Bau­ge­wer­be man­gels Vor­lie­gen der gesetz­li­chen Vor­aus­set­zun­gen nach § 5 TVG aF für unwirk­sam erklärt. Im Ein­zel­nen betrifft dies die All­ge­mein­ver­bind­lich­keits­er­klä­run­gen des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für Arbeit und Sozia­les für die Tarif­ver­trä­ge über das Sozi­al­kas­sen­ver­fah­ren im Bau­ge­wer­be (VTV) vom 20. Dezem­ber 1999 in der

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Berufs­bil­dungs­bei­trag für Solo-Selb­stän­di­ge im Bau­ge­wer­be – per all­ge­mein­ver­bind­li­chen Tarifverträgen

Das Lan­des­ar­beits­ge­richt Ber­­lin-Bran­­den­­burg hat die All­ge­mein­ver­bind­li­cherklä­run­gen fol­gen­der Tarif­ver­trä­ge des Bau­ge­wer­bes für wirk­sam gehal­ten: AVE vom 06.07.2015 des Tarif­ver­trags über das Sozi­al­kas­sen­ver­fah­ren im Bau­ge­wer­be (VTV) vom 03.05.2013 AVE vom 06.07.2015 des Bun­des­rah­men­ta­rif­ver­trags für das Bau­ge­wer­be (BRTV) vom 04.07.2002 AVE vom 06.07.2015 des Tarif­ver­trags über die Berufs­bil­dung im Bau­ge­wer­be (BBTV) vom 10.12.2014

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Hand­werks­in­nun­gen – und die Tarifbindung

Eine Hand­werks­in­nung darf nicht durch Sat­zung die aus dem Bereich der Arbeit­ge­ber­ver­bän­de bekann­te Mit­glied­schafts­form einer Mit­glied­schaft ohne Tarif­bin­dung (sog. OT-Mit­­­glie­d­­schaft) ein­füh­ren. In dem hier vom Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt ent­schie­de­nen Fall woll­te eine Hand­werks­in­nung in ihrer Sat­zung für ihre Mit­glie­der die Mög­lich­keit ein­füh­ren möch­te, als Mit­glied ohne Bin­dung an die von der Innung

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Kün­di­gung im Klein­be­trieb – und das Pro­blem der Altersdiskriminierung

Eine alters­dis­kri­mi­nie­ren­de Kün­di­gung ist im Klein­be­trieb nach § 134 BGB iVm. § 7 Abs. 1, §§ 1, 3 AGG unwirk­sam. Ist bei einer Kün­di­gung gegen­über einer Arbeit­neh­me­rin auf­grund von ihr vor­ge­tra­ge­ner Indi­zi­en eine unmit­tel­ba­re Benach­tei­li­gung wegen des Lebens­al­ters nach § 22 AGG zu ver­mu­ten und gelingt es dem Arbeit­ge­ber nicht, die­se Vermutung

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Mon­ta­ge­ar­bei­ten aus­län­di­scher Bau­fir­men – und die Urlaubs­kas­se des Baugewerbes

Im Streit­zeit­raum war nach § 1 Abs. 3 Satz 2, Abs. 1 Satz 1 Arbeit­neh­mer­ent­sen­de­ge­setz vom 26.02.1996 idF vom 21.12 2007 (AEntG aF) bzw. nach § 8 Abs. 1 Satz 1, § 6 Abs. 2 AEntG in der ab dem 24.04.2009 gel­ten­den Fas­sung ein Arbeit­ge­ber mit Sitz im Aus­land ver­pflich­tet, einer gemein­sa­men Ein­rich­tung der Tarif­ver­trags­par­tei­en des Bau­ge­wer­bes, der

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Sozi­al­kas­sen des Bau­ge­wer­bes – und die Fra­ge der Beitragspflicht

Nach § 1 Abs. 3 Satz 2, Abs. 1 Satz 1 Arbeit­neh­mer­ent­sen­de­ge­setz vom 26.02.1996 in der Fas­sung vom 21.12 2007 (AEntG aF) bzw. nach § 8 Abs. 1 Satz 1, § 6 Abs. 2 AEntG in der ab dem 24.04.2009 gel­ten­den Fas­sung ist ein Arbeit­ge­ber mit Sitz im Aus­land ver­pflich­tet, einer gemein­sa­men Ein­rich­tung der Tarif­ver­trags­par­tei­en des Bau­ge­wer­bes, der nach

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Schwarz­ar­beit – und der Regress­an­spruch der Berufsgenossenschaft

Für die gericht­li­che Gel­tend­ma­chung des einem Unfall­ver­si­che­rungs­trä­ger gegen einen Unter­neh­mer im Fal­le der Schwarz­ar­beit zuste­hen­den Regress­an­spruchs nach § 110 Abs. 1a SGB VII ist der Rechts­weg zu den Sozi­al­ge­rich­ten und nicht der Zivil­rechts­weg eröff­net. Der Ersatz­an­spruch des Unfall­ver­si­che­rungs­trä­gers nach § 110 Abs. 1a SGB VII ent­steht, wenn Unter­neh­mer Schwarz­ar­beit nach

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Sozi­al­kas­sen­ta­rif­ver­trä­ge des Bau­ge­wer­bes – und ihre Allgemeinverbindlichkeit

Die Sozi­al­kas­sen­ta­rif­ver­trä­ge im Bau­ge­wer­be ver­pflich­ten die tarif­ge­bun­de­nen Arbeit­ge­ber, Bei­trä­ge an die Sozi­al­kas­sen des Bau­ge­wer­bes zu zah­len. Die Tarif­ver­trä­ge wer­den von der zustän­di­gen Behör­de gemäß § 5 TVG für all­ge­mein­ver­bind­lich erklärt. Gemäß § 5 TVG (in der bis zum 15.08.2014 gel­ten­den Fas­sung) onn­te das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Arbeit und Sozia­les einen Tarif­ver­trag im Einvernehmen

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Die Mon­ta­ge­ab­tei­lung des Bau­ele­men­te­her­stel­lers – und die Sozialkassenbeiträge

Nach § 1 Abs. 2 Abschn. VI Unter­abs. 1 Satz 3 VTV gilt als selb­stän­di­ge Betriebs­ab­tei­lung auch eine Gesamt­heit von Arbeit­neh­mern, die außer­halb der sta­tio­nä­ren Betriebs­stät­te eines nicht von den Abschnit­ten I bis IV erfass­ten Betriebs bau­ge­werb­li­che Arbei­ten aus­führt. Die Ein­be­zie­hung der „Gesamt­heit von Arbeit­neh­mern“ in den betrieb­li­chen Gel­tungs­be­reich des VTV erfolg­te durch die mit

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Belei­di­gung des Arbeitgebers

Nicht immer ist man zur Abga­be einer straf­be­wehr­ten Unter­las­sungs­er­klä­rung ver­pflich­tet, wenn es bei der Been­di­gung des Arbeits­ver­hält­nis­ses zu einer ein­ma­li­gen eska­lie­ren­den Situa­ti­on mit belei­di­gen­den Äuße­run­gen gekom­men ist. Mit die­ser Begrün­dung hat das Lan­des­ar­beits­ge­richt Schles­­wig-Hol­stein in dem hier vor­lie­gen­den Fall die Unter­las­sungs­kla­ge man­gels Wie­der­ho­lungs­ge­fahr abge­wie­sen. Die kla­gen­de Arbeit­ge­be­rin kün­dig­te der in einer

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Bewer­be­rin mit schul­pflich­ti­gem Kind und die Benach­tei­li­gung wegen des Geschlechts

Die beson­de­re Benach­tei­li­gung des einen Geschlechts kann bei einer mit­tel­ba­ren Benach­tei­li­gung wegen des Geschlechts durch ein dem Anschein nach neu­tra­les Kri­te­ri­um mit einem Ver­weis auf sta­tis­ti­sche Erhe­bun­gen dar­ge­legt wer­den. Vorraus­set­zung dafür ist, dass die her­an­ge­zo­ge­ne Sta­tis­tik aus­sa­ge­kräf­tig, dh. für die umstrit­te­ne Fall­kon­stel­la­ti­on gül­tig ist. So hat das Bun­des­ar­beits­ge­richt in dem hier

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Gerüst­bau­er erhal­ten mehr Lohn

10,25 Euro beträgt ab dem 1. Sep­tem­ber 2014 bun­des­weit der Min­dest­lohn für Gerüst­bau­er. Die­ser Min­dest­lohn ist für alle Gerüst­bau­er maß­ge­bend und nicht nur für tarif­lich gebun­de­ne Betrie­be und Arbeit­neh­mer, da der Min­dest­lohn mit einer zum 1. Sep­tem­ber 2014 in Kraft getre­te­nen Ver­ord­nung für all­ge­mein­ver­bind­lich (für Gerüst­bau­er) erklärt wor­den ist. Hat ein Arbeitgeber

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Tarif­li­cher Ver­fall von Urlaubs­ab­gel­tungs­an­sprü­chen im Gebäudereinigerhandwerk

Der für all­ge­mein­ver­bind­lich erklär­te Rah­men­ta­rif­ver­trag für die gewerb­li­chen Beschäf­tig­ten in der Gebäu­de­rei­ni­gung vom 04.10.2003 (RTV) ent­hält eine Ver­fall­klau­sel in Form einer zwei­mo­na­ti­gen Aus­schluss­frist (§ 22 RTV), die auch für Urlaubs­ab­gel­tungs­an­sprü­che gilt. Der Urlaubs­ab­gel­tungs­an­spruch ist jedoch nicht bereits mit sei­nem Ent­ste­hen mit der Been­di­gung des Arbeits­ver­hält­nis­ses gemäß § 7 Abs. 4 BUr­lG fällig,

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Kor­ro­si­ons­schutz­ar­bei­ten an Schif­fen – und die Sozi­al­kas­se für das Maler- und Lackiererhandwerk

Ein Betrieb wird vom Gel­tungs­be­reich des all­ge­mein­ver­bind­li­chen Tarif­ver­trags über das Ver­fah­ren für den Urlaub und die Zusatz­ver­sor­gung im Maler- und Lackie­rer­hand­werk vom 23.11.2005 (VTV Maler) erfasst, wenn arbeits­zeit­lich über­wie­gend Tätig­kei­ten des Maler- und Lackie­rer­hand­werks iSv. § 1 Nr. 2 Abs. 1 Betrie­be, die unter den betrieb­li­chen Gel­tungs­be­reich des Rah­men­ta­rif­ver­tra­ges für die gewerb­li­chen Arbeitnehmer

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Die Haf­tung des Arbeit­ge­bers bei einer bestehen­den Lohn­steu­er­ab­zugs­pflicht Dritter

Eine Haf­tung des Arbeit­ge­bers in Fäl­len des § 38a Abs. 3 EStG kommt nach § 42d Abs. 9 Satz 4 EStG i.V.m. § 42d Abs. 3 Satz 4 Nr. 1 EStG nur in Betracht, wenn der Drit­te die Lohn­steu­er für den Arbeit­ge­ber nicht vor­schrifts­mä­ßig vom Arbeits­lohn ein­be­hal­ten hat. An einem der­ar­ti­gen Fehl­ver­hal­ten fehlt es, wenn beim

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Boden­be­schich­tun­gen – und das Sozi­al­kas­sen­ver­fah­ren im Baugewerbe

Das Auf­brin­gen von Beschich­tun­gen in flüs­si­ger Form (Elas­to­me­re) auf Böden in Indus­trie, Gewer­­be- und Pri­vat­ge­bäu­den unter­fällt dem Gel­tungs­be­reich des all­ge­mein­ver­bind­li­chen Tarif­ver­trags über das Sozi­al­kas­sen­ver­fah­ren im Bau­ge­wer­be vom 20.12 1999 (VTV). Ein Betrieb wird vom Gel­tungs­be­reich des VTV erfasst, wenn in ihm arbeits­zeit­lich über­wie­gend Tätig­kei­ten aus­ge­führt wer­den, die unter die Abschnitte

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Min­dest­lohn im Bäckerhandwerk

In Nie­der­sach­sen ist der “Lohn- und Gehalts­ta­rif­ver­trag für das nie­der­säch­si­sche Bäcker­hand­werk” dem­nächst all­ge­mein­ver­bind­lich. Das Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um ist der Emp­feh­lung des Tarif­aus­schus­ses für das Land Nie­der­sach­sen nach­ge­kom­men, die für das Ent­gelt wesent­li­chen Rege­lun­gen des Lohn- und Gehalts­ta­rif­ver­tra­ges für das nie­der­säch­si­sche Bäcker­hand­werk für all­ge­mein­ver­bind­lich zu erklä­ren. Damit haben zukünf­tig alle Arbeit­neh­mer im niedersächsischen

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Der Sturz eines Hand­wer­kers vom Dach und die Fol­gen für den Bauherrn

Die grund­sätz­lich bestehen­de Ver­kehrs­si­che­rungs­pflicht eines Bau­herrn ver­kürzt sich, soweit er Hand­wer­ker mit der Aus­füh­rung von Arbei­ten beauf­tragt. Für die Ein­hal­tung von Siche­rungs­maß­nah­men zur Unfall­ver­hü­tung ist ein pri­va­ter Bau­herr gegen­über einem beauf­trag­ten Fach­mann nicht ver­ant­wort­lich. So das Ober­lan­des­ge­richt Hamm in dem hier vor­lie­gen­den Fall eines Hand­wer­kers, der vom Dach gestürzt ist

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Inspek­ti­on von Kabel­schäch­ten – und die Sozi­al­kas­sen des Baugewerbes

Bei iso­lier­ten Inspek­ti­ons­ar­bei­ten an Kabel­schäch­ten han­delt es sich nicht um Bau­ten­schutz­ar­bei­ten iSv. § 1 Abs. 2 Abschn. IV Nr. 2 Tarif­ver­trag über das Sozi­al­kas­sen­ver­fah­ren im Bau­ge­wer­be (VTV). Der betrieb­li­che Gel­tungs­be­reich des VTV hängt davon ab, ob in dem Betrieb arbeits­zeit­lich über­wie­gend Tätig­kei­ten aus­ge­führt wer­den, die unter die Abschnit­te I bis V des § 1 Abs. 2 VTV

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