Abmah­nung und Kün­di­gung eines Mit­ar­bei­ters

Arbeits­recht ist von hohem Belang in Ihrem All­tag als Arbeit­neh­mer oder Vor­ge­setz­ter. Wenn Sie einem Ange­stell­ten kün­di­gen möch­ten, oder wenn Ihnen als Arbeit­neh­mer frist­los gekün­digt wird, gibt es vie­le Vor­aus­set­zun­gen die beach­tet wer­den müs­sen, damit die Kün­di­gung wirk­sam ist. Vor allem in Hand­werks­be­trie­ben sind die Rege­lun­gen zum Arbeits­recht nicht immer ein­deu­tig. Falls Sie eine nicht ein­deu­tig zu klä­ren­de recht­li­che Ange­le­gen­heit ord­nungs­ge­mäß abwi­ckeln möch­ten, ist es rat­sam einen Anwalt für Arbeits­recht zu kon­sul­tie­ren und sei­nen fach­kun­di­gen Rat ein­zu­ho­len.

Abmah­nung und Kün­di­gung eines Mit­ar­bei­ters

Es gibt vie­le Berei­che im Arbeits­recht, so kann zunächst grob in indi­vi­du­el­les und kol­lek­ti­ves Arbeits­recht unter­schie­den wer­den. Indi­vi­du­el­les Arbeits­recht bezieht sich dabei auf die recht­li­che Bezie­hung zwi­schen Arbeit­neh­mer und Arbeit­ge­ber. Die­se wird in den aller­meis­ten Fäl­len durch einen Arbeits­ver­trag gere­gelt. 80% aller Hand­werks­be­trie­be sind vom Kün­di­gungs­schutz­ge­setz aus­ge­nom­men, da ihr Betrieb nicht die not­wen­di­gen 10 Mit­ar­bei­ter beschäf­tigt. Das bedeu­tet für die Mit­ar­bei­ter, dass sie nicht vom Kün­di­gungs­schutz pro­fi­tie­ren. Der Arbeit­ge­ber kann ohne Kün­di­gungs­grund kün­di­gen. Denn eine Recht­fer­ti­gung mit verhaltens‑, betriebs- oder per­so­nen­be­ding­ten Grün­den ist nicht not­wen­dig. Damit soll den Unter­neh­mern eine fle­xi­ble­re Gestal­tung der Arbeits­ab­läu­fe und eine ange­mes­se­ne Reak­ti­on auf die Auf­trags­la­ge und die Beschäf­ti­gungs­ka­pa­zi­tät ermög­li­chen. Was für Unter­neh­mer durch­aus vor­teil­haft ist, ist für die Arbeit­neh­mer das genaue Gegen­teil. Als Arbeit­neh­mer genie­ßen Sie einen außer­ge­setz­li­chen Kün­di­gungs­schutz, eine Kün­di­gung darf näm­lich nicht au Will­kür oder sach­frem­den Grün­den gesche­hen, son­dern soll nach Treu und Glau­ben erfol­gen. Den­noch sind die Hür­den für eine Kün­di­gung im Klein­be­trieb gering.

Abmah­nung wer­den dazu genutzt, Fehl­ver­hal­ten von Arbeit­neh­mern abzu­stel­len. Zudem sind sie der ers­te Schritt zu einer wirk­sa­men betriebs­be­ding­ten Kün­di­gung, vor­aus­ge­setzt die For­ma­li­tä­ten der Abmah­nung sind erfüllt. Eine Abmah­nung erfüllt meh­re­re Funk­tio­nen, sie hat eine ein­deu­ti­ge Rüge- und Hin­weis­funk­ti­on. Sie dient zusätz­lich als Ankün­di­gung und War­nung vor wei­te­ren Kon­se­quen­zen, wenn der Arbeit­neh­mer sein Ver­hal­ten nicht ändert. Mit­tels einer schrift­li­chen Abmah­nung wird das Fehl­ver­hal­ten doku­men­tiert und dient somit auch der mög­li­chen Vor­be­rei­tung einer Kün­di­gung. Abge­mahnt kön­nen objek­ti­ve Pflicht­ver­let­zun­gen des Arbeits­ver­tra­ges.